Am 28. August 2025 fand im Dortmunder Stadtwäldchen am Gedenkstein für Flucht und Vertreibung eine feierliche Veranstaltung anlässlich des 84. Jahrestages der Deportation der Sowjetdeutschen statt.
Die Orts- und Kreisgruppe Dortmund der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland richtete die Gedenkfeier in Kooperation mit unserem Verein FORUM DIALOG e.V. aus. Insgesamt nahmen 31 Personen teil, darunter Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kultur und Zivilgesellschaft.
Besondere Wertschätzung erhielt die Veranstaltung durch die Anwesenheit der Bürgermeisterin der Stadt Dortmund, Frau Ute Mais (CDU), sowie des Dortmunder SPD-Bundestagsabgeordneten Jens Peick. In ihren Ansprachen betonten sie die historische Bedeutung des Gedenkens und die Notwendigkeit einer lebendigen Erinnerungskultur, die auch künftigen Generationen Orientierung bietet.
Das Programm am Gedenkstein wurde von eindrucksvollen kulturellen Beiträgen begleitet. Der Musiker David Orievskij sorgte mit gefühlvollen Violinenklängen für eine besondere Atmosphäre. Einen bewegenden Höhepunkt setzten die Darstellerinnen des Seniorentheaters „Pioniergeist auf der Bühne“: Elvira Kanke und Maria Röhrig trugen Gedichte zur Deportation vor, die die erlittenen Leiden der Betroffenen in berührende Worte fassten. Ergänzt durch den Gesang weiterer Ensemblemitglieder entstand eine würdige, feierliche Stimmung.
Im Gedenken an die Opfer wurde ein Kranz am Gedenkstein niedergelegt.
Anschließend wurde das Programm in der Ostdeutschen Heimatstube Dortmund fortgesetzt. Dort zeigte man ein Zeitzeugenvideo zur Deportation, das die dramatischen Ereignisse und ihre Folgen eindrucksvoll dokumentierte. Im anschließenden Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Gesellschaft stand der Austausch über die historischen Erfahrungen und deren Bedeutung für die Gegenwart im Mittelpunkt.
Die Gedenkveranstaltung leistete einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Erinnerungskultur in Dortmund. Sie rückte das historische Unrecht der Deportation der Sowjetdeutschen ins öffentliche Bewusstsein und schuf zugleich durch Dialog und kulturellen Austausch Brücken in die Zukunft.